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Fußbodenheizung

by admin on Dezember 8th, 2011

Ein sehr umstrittenes Thema mit unzähligen Meinungen wollen wir nun im Folgenden ansprechen. Thema “Fußbodenheizung”.

Bereits vor Vertragsschluss hatten wir uns fachlich informiert wie die Heizung ausgelegt sein sollte, um möglichst auch in den nächsten Jahr(zehnten) für alternative Heiztechnologien gewappnet zu sein – die Art der Heizquelle sollte egal sein und unterschiedliches Wärmeempfinden auf dem Fußboden (also ein Fuß kalt, der andere warm) sollte selbsterklärend nicht auftreten.

Daher haben wir vertraglich mit Kern-Haus einen Verlegeabstand der Heizschleifen von ca. 10 cm vereinbart.

Soweit so gut.

Anfang November beschlich uns ein dummes Gefühl und wir fühlten uns veranlasst dem Installateur diese Vereinbarung noch einmal zukommen zu lassen und darauf hinzuweisen (wir sind zwar nicht direkte Vertragspartner, aber so ein kleiner Hinweis kann manchmal viel Ärger sparen). Eine kurze Begründung haben wir ihm auch gegeben.

Einen Tag später haben wir einen Anruf vom Bauleiter erhalten, dass der Installateur so die Heizschleifen nicht einbauen könnte. Er müsse mehr Heizkreis (HK) und damit größere Verteilerschränke verwenden (bereits während des Trockenbaus wurden diese eingebaut), da mit einem anderen Heizungstyp (also entweder Therme oder Wärmepumpe o.ä.) auch mehr bzw. weniger HKs eingebaut werden müssten. Ein paar Fachbegriffe wurden noch zitiert und es klang sehr gewichtig. Auch der Installateur hat uns später noch angerufen und es versucht zu erklären. Mit dem Verlegeabstand hätte das angeblich nichts zu tun – lediglich mit der Art der Wärmequelle. Aber wir haben dies leider nicht verstanden.

Während wir noch gegrübelt haben, wie die physikalischen Zusammenhänge wohl seien, wurde ein Kostenvoranschlag vom Installateur für die größeren Heizkreisverteiler + Änderungen im Trockenbau + ein neuer Verteilerschrank (da der erste eingebaute zu klein war) + die neue Elektroleitung zum neuen HKV für uns als Angebot kalkuliert. Ein paar Tage hat dies in Anspruch genommen.

Währenddessen haben wir weiter recherchiert, um die Funktionsweise einer Fußodenheizung zu verstehen. Folgende Quintessenzen:

  1. Es gibt eine maximale vorgegebene Länge der Heizkreise = Rohrlänge
  2. Je geringer die Vorlauftemperatur, desto enger die Heizschleifen (=Verlegeabstand) ergo, desto mehr HK
  3. Die notwendige Anzahl der HKs bestimmt die Größe des Verteilers und damit die Größe des Schrankes (die Anschlüsse müssen ja auch rein passen)
  4. Es gibt eine Flächenberechnung (sollte man sich ruhig im Vorfeld geben lassen): für diese Berechnung werden verschiedene Parameter vorab eingegeben. Wenn der Kunde unterschiedliche Ansprüche hat, werden diese berücksichtigt und anhand dessen die Heizlast, die Anzahl der Kreisläufe mit der jeweiligen Rohrlänge berechnet.Wenn der Kunde keine Ansprüche / Wünsche hat, so wird einfach die geplante Heizungsanlage als Grundlage genommen und danach die Vorlauftemperatur vorgegeben und die Längen und Kreise berechnet. Somit wirft das Berechnungsprogramm im Ergebnis eine bestimmte Rohrlänge aus, die der Installateur dann im Raum möglichst gleichmäßig verlegen muss. Damit ergibt sich nun ein entsprechender Verlegeabstand.
  5. Wenn der Kunde allerdings bereits einen Verlegeabstand vorgibt, so wird dies als Ausgangsparameter eingegeben werden und daraus ergibt sich sodann die Rohrlänge und damit die Anzahl der Heizkreise.

AHA! Unser vorgegebener Verlegeabstand bestimmt also die Anzahl der Heizkreise mit der jeweiligen Länge und demnach die Größe des Verteilers nebst Schrank!!! Die Wärmequelle selbst ist also in unserem Falle (vorgegebener Verlegeabstand) NICHT ausschlaggebendes Kriterium!! Sieh an! Klingt doch auch logischer, oder?

 

Wir haben unsere neuen Weisheiten gleich mal unserem Bauleiter kund getan und prompt kam einen Tag später die Rückinfo, dass diese angekündigten Zusatzkosten nicht durch uns zu tragen sind! Achso.. Schön

So langsam kommen uns Zweifel an der Kompetenz der Firmen. Aufgrund dessen verlangten wir nach der Flächenberechnung, die dem Installateur ja vorliegen muss. 6 Tage später (diesen Montag) haben wir einen Auszug der Berechnung erhalten. In dieser Berechnung wurde ein Keller  mit Fußbodenheizung einbezogen, die es so gar nicht gibt. Ebenso wurde nicht der Verlegeabstand als Ausgangsparameter angesetzt, sondern lediglich der Parameter “Wärmepumpe”. Und genau das sollte ja nun nicht sein.

So war es nicht verwunderlich, dass der Installateur Veränderungen vornehmen musste.

Am Montag wurde der Fußbodenaufbau (Dämmung + Trittschall??) aufgebracht.

Am Dienstag wurde mit der Auslegung der Heizschlangen im OG begonnen.  Noch am selben Tag haben wir die Installateure auf den Verlegeabstand hingewiesen – wurde aber mit “na das passt schon” & Co abgewiegelt. Am Abend haben wir leider feststellen müssen, dass ein Zimmer vom Abstand her nicht passt und das Bad auch unbefriedigend ausgelegt ist.

 

Zum Bad folgende von uns erhaltene Info vom Hersteller: Die Flächenberechnung geht davon aus, dass unter der Dusche und Badewanne keine Heizschlangen verlegt werden (80% der Grundfläche werden als beheizbare Fläche angenommen). Gründe: Was soll es unter den Styroporträgern heizen- die Wärme gelangt eh nie in den Raum? Außerdem könnte es zum Austrocknen des Syphons und damit verbundener Geruchsbelästigung kommen. Von daher sind die berechneten Rohrlängen für die restlichen Bodenflächen ausgelegt.

Bei uns wurden allerdings Heizschlangen unter Dusche und Wanne verlegt – demnach reicht die restliche Heizlast laut Berechnung aber nicht mehr für den kompletten Raum. Der Verlegeanstand passt dann natürlich auch nicht mehr, da ja nun mehr Grundfläche vorhanden ist. (Man kann unter der Dusche + Wanne verlegen; dann muss aber die Berechnung auf 100% Grundfläche ausgelegt sein)

 

2011-12-06-FuBoHeizung bad

2011-12-06-FuBoHeizung bad

2011-12-06-FuBoHeizung bad

2011-12-06-FuBoHeizung bad

 

Heute Vormittag mussten wir dem Bauleiter noch einmal auf den Abstand hinweisen und den Zustand des Bades. So haben die Monteuer das eine Zimmer noch einmal neu und einen zusätzlichen zweiten Heizkreis verlegt. Sehr gut! So sollte es auch sein. Schön

Beim Bad haben sie leider gar nicht reagiert.

 

Das EG wurde heute (Mittwoch) verlegt. Hier wurde dann (wohl nach dem Anruf des Bauleiters) auf den engen Abstand acht gegeben und es passt soweit.

 

Heute Abend hatten wir noch einmal einen “Besichtigungstermin” mit Bauleiter und Sachverständigen und mussten leider feststellen, dass die vom TÜV (siehe Beitrag vom 15.11.) angegebenen Mängel bzw. der Höhe der Abläufe im Bad nicht fachgerecht behoben wurden.

 

2011-12-6-FuBoHeizung bad

2011-12-6-FuBoHeizung bad

 

Der Estrich würde aktuell auf dem Abflussrohr verlegt werden. Da Estrich bzw. Beton kein Schallschutz ist, würde man im schlimmsten Fall das Abwasserrauschen hören. Zudem besteht die Gefahr das der Estrich beim Trocknen am Rohr zu Beschädigungen führen kann.

Da es der TÜV Anfang November nun auch schon bemängelt hatte, scheint es ja problematisch zu sein.

Unabhängig davon ist die ausgelegte Wärmeleistung im Bad zweifelhaft und muss erst noch überprüft werden.

 

Deshalb wurde der für morgen geplante Estrich abgesagt, bis das Thema “Bad” geklärt werden kann.

Alles weitere später.

From → Kern - Hausbau

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